Zum ersten Mal zur Hauptuntersuchung – Sicherheit und Umweltschutz

Zum ersten Mal zur Hauptuntersuchung – Sicherheit und Umweltschutz

Für Fahranfänger ist vieles neu. Auch die erste Fahrt zur Hauptuntersuchung (HU) mit dem eigenen Auto. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH bietet sie flächendeckend an ihren Prüfstellen in Deutschland an. Es ist eine Pflichtuntersuchung: Dazu hat der Gesetzgeber sie erklärt, um den Straßenverkehr sicherer zu machen und einen hohen Umweltschutzstandard zu gewährleisten. Die Prüforganisation erklärt, wie die HU im ersten Anlauf und damit möglichst angenehm bestanden werden kann.

Ganz schön bequem: Die GTÜ macht die Hauptuntersuchung so angenehm wie möglich. Die flexible Terminwahl hilft enorm, und am Tag selbst fährt man einfach vor und gibt am Empfang Autoschlüssel und Zulassungsbescheinigung Teil I („Fahrzeugschein“) ab. Danach kann man es sich bei einer Tasse Kaffee bequem machen und in den ausgelegten Zeitschriften blättern. Nicht notwendig ist die Zulassungsbescheinigung Teil II („Fahrzeugbrief“). Nach Fahrkenntnissen fragt der Prüfer nicht – er nimmt ausschließlich einen Technik-Check des Autos vor.

Mancher erlaubt dem Kunden, in der Prüfhalle dabei zu sein – am besten einfach fragen. Und über ein gereinigtes Auto freut sich der Experte natürlich auch.

Die Basisfakten: Erster Schritt des Experten ist der Abgleich der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) am Chassis mit den Daten im Fahrzeugschein. Passen außerdem Kennzeichen und HU-Fristen zu allen vorliegenden Angaben?

Nicht zu spät: Der HU-Termin darf nicht deutlich überzogen sein. Wann die Untersuchung fällig ist, lässt sich von der Plakette auf dem hinteren Kennzeichen oder aus dem Vermerk im Fahrzeugschein ablesen. Die Plakette ist so aufgeklebt, dass der Fälligkeitsmonat oben steht, das Jahr ist in der Mitte zu finden. Ab zwei Monaten Verspätung ist eine erweiterte HU notwendig, und es fallen höhere Prüfkosten an.

Bremsanlage: Rund eine halbe Stunde vergeht, bis die GTÜ-Prüfingenieure den Wagen nach einem vorgeschriebenen Schema gründlich unter die Lupe genommen haben. Ein zentrales Ziel der Hauptuntersuchung ist die Verkehrssicherheit. Beispiel Bremsen: Sie müssen bei jedem Fahrzeug zuverlässig funktionieren. Die GTÜ-Profis ermitteln auf dem Rollenprüfstand die Bremswirkung jedes einzelnen Rades und ebenso die Bremsverteilung zwischen den Rädern und Achsen. Unfallgefahren lauern: Werden entsprechende Grenzwerte verfehlt, kann der Bremsweg bis zum Stillstand deutlich länger sein oder der Pkw ins Schleudern geraten. Geprüft wird ebenso der Zustand von Bremsscheiben und Bremsleitungen. Sämtliche Ergebnisse werden im Prüfbericht festgehalten und lassen sich leicht nachvollziehen.

Blick von unten: Ebenso im Dienst der Sicherheit ist der Check von Lenkung und Fahrwerk. Dazu kommt das Auto auf die Hebebühne und wird von unten betrachtet. Reagieren die Vorderräder direkt auf Lenkbewegungen? Oder etwas verzögert, also mit „Spiel“? Kontrolliert werden auch Spurstangen, Spurstangenköpfe, das Lenkgetriebe sowie Manschetten und Dichtungen. Bei älteren Fahrzeugen kann Korrosion die Funktion mancher Fahrwerkkomponenten beeinträchtigen.

Saubere Luft: Sind alle Abgasreinigungssysteme von Benzin- und Dieselmotoren optimal eingestellt und funktionieren einwandfrei, profitieren Umwelt, Luftqualität und die Gesundheit. Rauchfahnen aus dem Auspuff sind dank moderner Motoren mit Einspritzanlagen und auch Katalysatoren selten.

Ob sämtliche Einstellungen stimmen und das Fahrzeug die geltenden Emissionsgrenzwerte einhält, ermittelt die Abgasuntersuchung (AU) mit Hilfe von Diagnosegeräten. Sie ist fester Bestandteil der Hauptuntersuchung und erfolgt in vielen Fällen per Messsonde im Auspuff. Manche Fahrzeuge speichern ihre eigenen Grenzwerte mittels On-Board-Diagnose, deren Daten liest der Prüfingenieur über eine Steckverbindung aus und checkt so Motoreinstellungen, Katalysator und Partikelfilter auf Mängel.

Kommunikation: Die Hauptuntersuchung ist fertig? Manche interessiert nicht, wie der Prüfingenieur im Detail vorgeht. Andere dafür umso mehr. Aber gern: Viele GTÜ-Prüfingenieure erläutern bereitwillig das Prüfergebnis.

Einwandfreier Zustand: In den meisten Fällen lautet das Gesamturteil „ohne festgestellte Mängel“. Der Prüfingenieur übergibt den Wagen mit frischer Plakette auf dem hinteren Nummernschild zurück, und der Fahrzeugschein bekommt einen neuen Stempel. Der Kunde erhält den detaillierten Prüfbericht – und hat beim Losfahren das gute Gefühl, ein umfassend geprüftes Fahrzeug zu steuern.

Wenig nachbessern: Lautet das Fazit „geringe Mängel“, hat der Prüfingenieur kleinere Auffälligkeiten erkannt, die jedoch eine Verkehrssicherheit nicht unmittelbar gefährden. Das können verschlissene Scheibenwischerblätter sein oder eine leichte Ölfeuchtigkeit an Motor, Getriebe oder Hinterachse. Diese Fehler vermerkt er im Prüfbericht. Um bei diesen Beispielen zu bleiben: Sinnvoll ist es dann, die Scheibenwischblätter auszutauschen und darauf zu achten, ob irgendwann tatsächlich Ölflecken unter dem Fahrzeug auszumachen sind. Dann ist meist eine Reparatur sinnvoll, bevor es zu großen Schäden kommt.

Etwas mehr: Kein Beinbruch, aber doch ärgerlich ist das Urteil „erhebliche Mängel“ auf dem Prüfbericht. Dann sind Verkehrssicherheit oder Umweltverträglichkeit beeinträchtigt. Binnen vier Wochen müssen die aufgeführten Mängel beseitigt sein, dann darf das Auto für eine vereinfachte Nachuntersuchung zu geringeren Gebühren wieder zur Prüfstelle. Sonst beginnt alles von vorn mit einer kompletten Hauptuntersuchung.

Aussortiert: Nur selten kommt es zum Extremfall mit den Urteilen „gefährliche Mängel“ oder „verkehrsunsicher“. In diesem Fall darf das Fahrzeug bis zur Beseitigung der Mängel nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen.

So ein drastisches Urteil ist etwa möglich, wenn Bremsleitungen undicht sind oder ein Rad sich nicht mehr richtig befestigen lässt.

GTÜ-Tipps für den Vorab-Check: Sehr viele „erhebliche Mängel“ lassen sich über einfache Prüfungen vermeiden, die jeder selbst binnen 15 Minuten durchführen kann. Funktionieren alle Leuchten bis hin zu Rückfahrscheinwerfer und Warnblinkanlage? Vor einer Wand lässt sich in der Dämmerung oder in der Nacht rasch erkennen, ob ein Scheinwerfer korrekt nach vorn strahlt oder stark nach oben, unten oder zur Seite. Haben alle Reifen ausreichend Profil? Funktioniert die Hupe? Sind Warnweste, Warndreieck und Verbandkasten an Bord? Die GTÜ bietet Checklisten mit detaillierten Infos an, worauf Autofahrer selbst achten können. Hier der Link: https://www.gtue.de/de/gtue/publikationen/checklisten/fuer-pkw. Wer es bequemer wünscht, lässt eine Werkstatt den Vorab-Check erledigen. Unumgänglich ist die Fahrt zu den Profis, wenn Warnlampen dauerhaft leuchten, die beispielsweise auf Fehler von Antiblockiersystem, Kühlsystem oder Motor hindeuten.

Statistiken belegen die Bedeutung der HU: Die GTÜ führt Jahr für Jahr viele Millionen Hauptuntersuchungen durch. Die Daten zeigen, wie sinnvoll eine Hauptuntersuchung ist. Ein winziger Auszug: 2025 hat die GTÜ knapp zwei Millionen Fahrzeuge untersucht im Alter von bis zu zwölf Jahren und mit unterschiedlichen Antriebsarten. Mehr als 160.000 davon erhielten nach der Erstuntersuchung keine frische Plakette wegen „erheblicher Mängel“. 60.000 dieser Fahrzeuge wurde die Plakette verweigert wegen verschlissener Bremsbeläge und abgenutzter Bremsscheiben. Auch bei den geprüften Fahrzeugen mit rein elektrischem Antrieb (BEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV) liegen schadhafte Bremsscheiben in der Mängelstatistik weit vorn.

Lieber vorher schauen: Unabhängig von der Antriebsart werden auch Reifen häufig moniert, meist wegen zu wenig Profil, einer Beschädigung oder weil sie nicht für das Fahrzeug zugelassen sind. Auffallend häufig notieren die GTÜ-Prüfer außerdem falsch eingestelltes Abblendlicht – ein „erheblicher Mangel“, der sich freilich vor der Fahrt zur Prüfstelle mit den passenden fachkundigen Handgriffen leicht vermeiden lässt.

 

  • Ob Fahranfänger oder erfahrener: Meist ist die HU nach 30 Minuten und einer Tasse Kaffee geschafft
  • Vor dem Besuch der Prüfstelle ab besten selbst Beleuchtung und Reifen checken 
  • Mängelabstufung je nach Schwachstellen am Fahrzeug
  • Bremsen monieren die Prüfingenieure besonders häufig

Autor: Michael Teschke | Quelle und Foto: GTÜ

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Digitalisierung bei Lackieranlagen macht Betriebe erfolgreich

Digitalisierung bei Lackieranlagen macht Betriebe erfolgreich

Bei SEHON sorgen innovative Lackieranlagen schon seit vielen Jahren dafür, die Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Innovationskraft von Karosserie- und Lackierbetrieben auszubauen und zu sichern.

Bei Lackieranlagen von SEHON trägt die Digitalisierung wesentlich dazu bei, eine höhere Effizienz und Produktivität durch Automatisierung zu erreichen, Prozesse zu beschleunigen und mögliche Fehlerquellen zu minimieren. Das führt zu wesentlichen Kostenersparnissen, besonders bei den Energiekosten (Wärme und Strom), und schont Ressourcen (Nachhaltigkeit).

„Unsere Anlagentechnologie gilt in der Branche als führend“, erläutert Tiemo Sehon. „Das liegt unter anderem am maximalen Digitalisierungsgrad unserer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Lackierkabinen mit KI-gestützter Roboterlackierung sind ein weiterer Meilenstein, den wir für unsere Kunden umgesetzt haben.”

Tiemo Sehon weist außerdem darauf hin, dass viele der von SEHON angebotenen Anlagenfunktionen und -fähigkeiten bei anderen Anbietern gar nicht oder nur teilweise vorhanden sind. Das gilt besonders beim Energiesparen und beim Energiemanagement für den gesamten Betrieb. Deswegen empfiehlt es sich, vor einem Neubau, einem Retrofit oder einer Modernisierung genau hinzuschauen, Angebote zu vergleichen und auf der Grundlage von Zahlen, Daten und Fakten zu entscheiden.

Eine Auswahl einiger Features verdeutlicht den hohen Digitalisierungsgrad bei Lackieranlagen und Lackiertechnik von SEHON:

Steuerung

Das Gehirn jeder Lackanlage ist die Steuerung. Heute sind speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) im Einsatz, die auf digitaler Basis programmiert werden und das Geschehen in der Anlage sowie in Maschinen und anderen Geräten regeln und vermitteln. Je komplexer die Funktionen von Lackierkabinen und Trocknern sind, desto anspruchsvoller, intelligenter und hochwertiger muss die Steuerung sein. Neben den klassischen Grundfunktionen bieten SEHON-Anlagen unter anderem ein vollautomatisches Luftdruck-Regulierungssystem, verschiedene Energiesparsysteme und ein frequenzgesteuertes, vollautomatisches Luftmanagement. Die Bedienung und Steuerung der Anlagen erfolgt über ein intuitives, zentrales Touchscreen-Panel.

Online-Service

Der digitale Online-Service von SEHON ermöglicht eine permanente Überwachung der beim Kunden installierten Anlagentechnologie in Echtzeit. Mögliche Fehlfunktionen werden so blitzschnell lokalisiert und behoben. Die verschlüsselte Übermittlung der Daten erfolgt über VPN-Router, die einen sicheren Fernzugriff ermöglichen und vor Datendiebstahl schützen.

Aggregatetechnik

Bei SEHON kommt eine höchst effiziente und energiesparende Aggregatetechnik mit integrierter Wärmerückgewinnung zum Einsatz. Ein Teil dieser Technologie ist eine druckschwankungsfreie Betriebsartenumschaltung. Das intelligente System erkennt automatisch, ob sich die Lackierkabine im Stand-by-Modus befindet oder ob lackiert, abgelüftet oder getrocknet wird. Entsprechend werden Zuluft, Abluft und der Energiebedarf vollautomatisch angepasst.

Filtertechnik

Für eine hohe Lackierqualität und saubere Abluft ist die perfekte Filtertechnik entscheidend. Um diese beiden Parameter zu erfüllen, wird ein notwendiger Filterwechsel beispielsweise über das Bedienpanel angezeigt.

Wärmerückgewinnung

Die Ganzjahres-Wärmerückgewinnung mit Rotationswärmetauschern sorgt in Verbindung mit der Steuerung und der Filtertechnik für einen schwankungsfreien, permanenten Wirkungsgrad von über 70 %.

Energiemanagement

Das Energiemanagementsystem (EMS) von SEHON ist eine Kombination aus Software, Hardware und Prozessen. Es erfasst, analysiert und steuert die Energieflüsse in Betrieben, die von SEHON mit modernster Energietechnik für Strom und Wärme ausgestattet werden (wie BHKW, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen). Dadurch wird der Energieverbrauch gesenkt, die Kosten werden minimiert und die Energieeffizienz wird kontinuierlich verbessert.

Digitstore

Der Digitstore von SEHON ist ein automatisiertes, digitales Lagersystem zur kontrollierten Lagerung, Warenausgabe und Lagerverwaltung von Kleinteilen und Verbrauchsmaterialien in Industrie-, Handels- und Handwerksbetrieben. Durch den Einsatz von DigitStore kann der Materialverbrauch um bis zu 50 % reduziert werden. Die integrierte Software ermöglicht einen permanenten Überblick über Bestände und Warenentnahmen. Auswertungen für die Geschäftsführung, den Einkauf, die Buchhaltung oder das Controlling werden in Echtzeit erstellt. Bei Bedarf können Bestellungen direkt beim Lieferanten der sich im DigitStore befindlichen Waren und Teile ausgelöst werden.

Aircommander

Der Aircommander ist ein High-End-Gerät zur Aufbereitung der Spritz- bzw. Lackierluft. Er ermöglicht bessere Oberflächen, einen geringeren Lackverbrauch, einen höheren Durchsatz und wesentlich weniger Finisharbeiten. Er sorgt für eine feinere Zerstäubung und eine weichere Entspannung des Lackes, für weniger Staub und Schmutz sowie für deutlich weniger Overspray. Das erhöht die Qualität und spart wertvolle Ressourcen.

Reparatur von Elektrofahrzeugen

Cameleon Systems von Sehon sind Arbeitsplätze, Sicherheitstechnik, Zubehör und Werkstattausrüstung für den sicheren Umgang und die Reparatur von Elektrofahrzeugen. Allein das hochmoderne Sicherheitspaket mit wichtigen Komponenten wie Gassensoren, Konzentrations-Messmodulen, Feinstaubdetektoren und notwendigen Absaugungen ist ohne Digitalisierung nicht denkbar. So misst das System rund um die Uhr die Schadstoffkonzentration im entsprechenden Arbeits- und Werkstattbereich und gibt bei Überschreitung der Grenzwerte einen Ton-Licht-Alarm. Alle wichtigen Daten werden aufgezeichnet und gespeichert.

Roboterlackierung

Die neue Generation der SEHON-Lackieranlagen, die AI-REVOLUTION, sind Lackierkabinen für die KI-gestützte Roboterlackierung. Die AI-REVOLUTION eignet sich besonders für die Lackierung von Einzelobjekten (Losgröße 1) und Kleinserien, beispielsweise in Handwerksbetrieben wie Autolackierereien oder in der Industrie. Wesentliche Vorteile in Bezug auf KI und Digitalisierung sind das Scannen, die Datenerfassung, die Datenverarbeitung und die Umsetzung in Realtime. Es handelt sich um ein autodidaktisches System, für das kein Teaching notwendig ist. Die AI-REVOLUTION ermöglicht vollautomatisierte Lackierprozesse.

„Unsere Anlagentechnologie und unsere Leistungen“, fasst Tiemo Sehon zusammen, „sind ein wesentlicher Beitrag zur Digitalisierung von Karosserie- und Lackierbetrieben. Wir garantieren maximale Effizienz, perfekte Prozesse und signifikante Kosteneinsparungen. Dadurch leisten unsere Anlagen einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg und zur Zukunftssicherheit unserer Kunden.“

Autor: Michael Teschke | Foto: SEHON.

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Garmisch-Partenkirchen: Neubau eines Karosserie- und Lackierzentrums

Garmisch-Partenkirchen: Neubau eines Karosserie- und Lackierzentrums

In Farchant bei Garmisch-Partenkirchen betreiben zwei Autohäuser unterschiedlicher Marken gemeinsam ein modernes Karosserie- und Lackierzentrum. Die Technologie stammt von SEHON.

Die Autohäuser Heitz (VW, Skoda, Audi, Porsche sowie VW-Nutzfahrzeuge) und der Mercedes-Benz-Händler Hornung aus Garmisch-Partenkirchen haben mit dem KFZ Karosserie Fach Zentrum GAP auf 2.000 Quadratmetern einen modernen und nachhaltigen Neubau für Karosserie und Lack errichtet. Eine solche Kooperation zweier unterschiedlicher Marken ist selten, zeigt aber, dass gemeinsame Ziele erreicht und große Investitionen gemeinsam gestemmt werden können.

SEHON lieferte die Lackieranlagen, Arbeitsplätze und die Energiespartechnik.

SEHON setzte High-End-Lackierkabinen (für Pkw und Nutzfahrzeuge), Trockner, vier Vorbereitungs- und zwei Teilearbeitsplätze sowie zwei Lackversorgungsräume ein. SEHON gilt als Technologieführer mit effizienten, nachhaltigen Lackieranlagen, die mit Energiesparmodulen zu erheblichen Einsparungen führen:

  • Energetisches Gesamtkonzept: Der Energieverbrauch soll um bis zu 80 % sinken, das Energiemanagementsystem verspricht bis zu 90 % Einsparungen bei den Energiekosten und eine Reduktion der CO₂-Emissionen. Das Zertifikat für Energieoptimierung dient als Nachweis der Nachhaltigkeit.
  • Wärme- und Stromversorgung basieren auf regenerativen Quellen (Photovoltaik) und Wärmepumpentechnik. Sechs Wärmepumpen arbeiten mit Solarstrom, während eine Gastherme Lastspitzen abfängt.
  • Die Lackier- und Trocknungsanlagen nutzen Rotationswärmetauscher und eine Ganzjahres-Wärmerückgewinnung.
  • Die Kombi-Lackierkabine SEHON Professional-Futura nutzt das intelligente SE-ÖCOTOP-System, das Energieeinsparung und Wärmerückgewinnung kombiniert. Rund 65 % der Abwärme werden zurückgeführt und erneut genutzt.
  • SE-CONTROL sorgt für eine optimale Kabinendruckregelung und konstante Luftdrücke je nach Betriebsart.
  • SE-AIRMASTER passt die Luftleistung automatisch an – effizient, präzise und energiesparend.
  • SE-ÖCOPLUS unterstützt die Nutzung von Ressourcen: Frischluft im Lackiermodus und Umluftbetrieb in der Trocknung.Im Stand-by-Modus wird die Luftmenge reduziert.
  • SE-AIRPLUS Comfort beschleunigt die Ablüftzeiten bei Wasserlacken.
  • Eine mehrstufige Filtertechnik sorgt dafür, dass die Abluft zu über 99 % frei von Lackpartikeln ist und die Grenzwerte um ca. 90 % unterschritten werden.
  • Zusätzlich können Nutzfahrzeuge und Wohnmobile in einer separaten Halle lackiert werden, da sich das Lüftungssystem je nach Bedarf umschalten lässt.
  • Betriebsleiter Andreas Fischer betont, dass Mitarbeitende und Kunden von der neuen Technologie und den optimierten Prozessen profitieren. Ein Fokus liegt darauf, die Wege zwischen Vorbereitung, Maskierung, Lackierung, Trocknung und Finish so kurz wie möglich zu halten (bodennahes Querverschub-Schienensystem).

Fazit von Tiemo Sehon: Der wirtschaftliche Erfolg eines modernen Karosserie- und Lackierbetriebs hängt von Energiespartechnologie und effizienten, zeitsparenden Abläufen ab. Vom ersten Spatenstich bis zur Eröffnung entstand innerhalb eines Jahres ein hochmodernes, energieeffizientes und zukunftssicheres Zentrum, das Hightech und grüne Technologie perfekt verbindet.

Kurze Zusammenfassung:
– Zwei Marken-Häuser betreiben gemeinsames Karosserie- und Lackierzentrum in Farchant.
– Technik und Effizienz von SEHON: High-End-Lackieranlagen, Wärmerückgewinnung, PV-Strom, Wärmepumpen.
– Großes Einspar- und Nachhaltigkeitspotenzial (Energie, CO₂).
– Modernisierte Abläufe und Infrastruktur für Pkw, Nutzfahrzeuge und Wohnmobile. 

 

Autor: Michael Teschke | Foto: KFZ  Karosserie Fachzentrum, Copyright Michael Herczeg.

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Aircommander

AIRCOMMANDER – Spritzluftaufbereitung für Lackierprozesse

Der AIRCOMMANDER von SEHON sorgt für bessere Oberflächen, einen geringeren Lackverbrauch, einen höheren Durchsatz und wesentlich weniger Finisharbeiten.

Er ermöglicht einen signifikanten Qualitätssprung im Applikationsverfahren der automatischen und manuellen Lackier- und Oberflächentechnologie. Dabei reinigt und erwärmt der AIRCOMMANDER die Druckluft stufenlos. Die Druckluft lässt sich auf die ideale Verarbeitungstemperatur einstellen. Die perfekte Ionisierung erfolgt direkt und höchst effizient über die mitgelieferte Ionisierungspistole. Durch die Ionisierung und Erwärmung zerstäuben Lacke sehr viel feiner und lassen sich problemlos verarbeiten.

AIRCOMMANDER – Die Vorteile

  • Bessere, feinere Zerstäubung des Lackes
  • Bessere Oberflächen, weniger Staub und Schmutz
  • Weicheres Entspannen des Lacks
  • Weniger Lackverbrauch
  • Deutlich weniger Overspray
  • Weniger Filterwechsel
  • Kürzere Lackierdurchlaufzeiten und höherer Durchsatz
  • Drastische Reduzierung von Ausschuss bzw. Nacharbeiten (Finish)
  • Funktioniert bei HVLP-Pistolen genauso gut wie bei AirMix-Pistolen
  • Besseres Eindringen in Vertiefungen und weniger Schmutzeinschlüsse bei der Karosserie-Lackierung
  • Wirkung bei Decklack und Klarlack (Karosserie-Lackierung)
  • Lackierer müssen ihre gewohnte Arbeitsweise nicht verändern
  • Das Gerät wird an ein normales Stromnetz/eine Steckdose mit 230 V angeschlossen (kein Starkstrom notwendig)
  • Geringer Stromverbrauch durch bedarfsgerechte, automatische Steuerung der Energiezufuhr bei der Erwärmung (kein Dauerlastbetrieb notwendig)
  • Patentiertes Schlauchpaket für die kontinuierliche, sichere und Ex-geschützte Wärmeversorgung der Druckluft
  • Intuitives High-End-Touchpanel Siemens SIMATIC HMI zur Bedienung und Steuerung

 

Einsparungen laut Hersteller

  • Einsparung von Finishkosten von ca. 20% bis 40%
  • Verkürzung von Ablüft- und Trocknungszeiten von ca. 10% bis 30%
  • Einsparung Basislack von ca. 20% bis 30%
  • Einsparung konventioneller Klarlack von ca. 10 % bis 15%

 

Technische Daten

Mechanische Daten:
Abmessungen: (B × H × T) 600 x 1610 x 500 mm
Gewicht: 160 kg
Elektrische Daten:
Betriebsspannung: 230 V, 16 A
Steuerspannung: DC24 V
Nennstrom: 9,5 A
Leistungsaufnahme: 2,2 kW
Netzsicherung bauseits: Max. 16A
Druckluft-Versorgung:
Luftdruck: Min. 6 bar – Max. 8 bar
Luft-Qualität: ISO 8573.1
Partikelgröße und Konzentration: Klasse 1
Drucktaupunkt: Klasse 4
Ölgehalt: Klasse 1
Vorgesehene Umgebungsbedingungen:
Raumtemperatur: Min. 15 °C bis Max. 35 °C
Luftfeuchtigkeit: Max. 40%
Emissionen:
Lärm (Schalldruck): Max. 80dB (A)
EMV entsprechend der EMV-Richtlinie und den
EMV-Normen für den Einsatz im Industriebereich
Schlauch der Lackierluft: Beheizt, Länge 12 m
Einsatzbereich: Nasslacke

Autor: Michael Teschke | Quelle und Foto: SEHON innovative Lackieranlagen GmbH
Hersteller / Anbieter:
SEHON innovative Lackieranlagen GmbH
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Frühjahr – Ein sauberes Auto verbessert die Sicherheit im Straßenverkehr

Frühjahr – Ein sauberes Auto verbessert die Sicherheit im Straßenverkehr

Weg mit dem Winter! Tipps von der GTÜ Gesellschaft für Überwachung mbH: Salz und Schmutz können Korrosion fördern und Bauteile belasten. Für bessere Sicht und Erkennbarkeit sollten Scheiben, Wischer und Leuchten gereinigt und geprüft werden. Umweltgerecht handeln: Geeignete Waschorte nutzen, Mittel sparsam dosieren, Reste korrekt entsorgen.

Zu den ersten milden Tagen gehört für viele Autofahrer ein Frühjahrsputz des Wagens. Nach Monaten mit Nässe, Streusalz und Schmutz ist eine gründliche Reinigung mehr als nur Kosmetik: Sie pflegt die Substanz des Autos und kann die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Denn klare Scheiben, gut funktionierende Wischer, saubere Leuchten und ein trockener Innenraum wirken sich direkt auf Sicht, Erkennbarkeit und Bedienbarkeit aus. Wer dabei auf geeignete Waschorte und passende Reinigungsmittel achtet, verbindet Pflege mit Umweltschutz.

Innenraum reinigen

Der Start erfolgt im Innenraum: Fußmatten und Teppiche nehmen im Winter viel Feuchtigkeit auf – und damit auch Salz und Schmutz. Durch gründliches Saugen, das Entfernen von Rückständen und das Trocknen nasser Matten wird das Risiko für beschlagene Scheiben und unangenehme Gerüche gesenkt. Für Armaturen und Kunststoffflächen genügen häufig leicht angefeuchtete Mikrofasertücher. Aggressive Glanzsprays sind für eine sachgerechte Reinigung meist nicht nötig. In der Pollenzeit kann zudem ein Blick auf den Innenraumfilter sinnvoll sein, da ein verschmutzter Filter die Luftqualität mindert und beschlagene Scheiben begünstigt.

Außen reinigen

Außen empfiehlt sich ebenfalls ein systematisches Vorgehen. Eine Vorwäsche löst groben Schmutz und den typischen Winterfilm. Danach können Lack- und Glasflächen schonender gereinigt werden, da weniger Partikel über die Oberfläche gezogen werden. Wichtige Bereiche sind Radkästen und Felgen. Hier sammeln sich Bremsstaub und Salzreste, die das Material angreifen können. Auch Türfalze, Einstiege und Dichtungen verdienen Aufmerksamkeit, da sich dort Schmutz und Feuchtigkeit festsetzen. Eine sparsame Pflege der Gummidichtungen hält sie geschmeidig und reduziert Knarzgeräusche.

Scheiben, Spiegel und Beleuchtung besonders wichtig

Für die Verkehrssicherheit sind Scheiben, Spiegel und Beleuchtung besonders relevant. Streifenfreie Front- und Seitenscheiben verbessern den Durchblick, was besonders bei tief stehender Frühlingssonne wichtig ist. Achtung: Geputzt wird nicht nur außen, sondern auch innen. Denn in der Wintersaison läuft die Frontscheibenlüftung besonders häufig und es setzen sich feine Partikel auf dem Glas ab. Die Wischerblätter sollten gereinigt und bei Schlierenbildung ersetzt werden. Leuchten und Reflektoren müssen sauber sein, damit das Fahrzeug gut zu sehen ist. Ergänzend lohnt sich ein kurzer Technik-Check: Funktioniert die Scheibenwaschanlage? Ist ausreichend Reinigungsflüssigkeit vorhanden? Und sind Reifenprofil und -druck in einem sicheren Bereich? Solche Kontrollen entsprechen auch der Logik der Hauptuntersuchung, wie sie die GTÜ durchführt. Sauberkeit ersetzt zwar keine Prüfung, kann aber dabei helfen, Auffälligkeiten wie Beschädigungen, Korrosionsstellen oder undichte Bereiche frühzeitig zu erkennen.

Nachhaltigkeit bei der Fahrzeugreinigung

Nachhaltigkeit beginnt beim „Wie“ und „Wo“. Aus Gründen des Umweltschutzes ist eine Reinigung in der Waschstraße oder an einem dafür vorgesehenen Waschplatz besser als eine Reinigung am Straßenrand. Dort wird das Abwasser typischerweise kontrolliert abgeleitet und behandelt, sodass es nicht unkontrolliert in Boden und Gewässer gelangt. Bei Reinigungsmitteln gilt: Konzentrate und Nachfüllsysteme sparen Verpackungsmaterial und Transportvolumen. Entscheidend ist außerdem die Dosierung, denn zu viel Reiniger belastet das Abwasser und den Geldbeutel, ohne den Reinigungserfolg zu verbessern.

Zur Nachhaltigkeit gehört auch die Entsorgung. Reinigerreste, Polituren, Frostschutzmittel oder stark verschmutzte Tücher gehören weder in den Ausguss noch ins WC. Sie sollten gesammelt und entsprechend der örtlichen Vorgaben über den Wertstoffhof oder die Schadstoffsammlung entsorgt werden. Leere Gebinde lassen sich – je nach Material – in die vorgesehenen Wertstoffsysteme geben. So wird der Frühjahrsputz nicht nur gründlich, sondern auch verantwortungsbewusst.

Autor: Michael Teschke | Quelle und Foto: GTÜ

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