Frühjahr – Ein sauberes Auto verbessert die Sicherheit im Straßenverkehr

Weg mit dem Winter! Tipps von der GTÜ Gesellschaft für Überwachung mbH: Salz und Schmutz können Korrosion fördern und Bauteile belasten. Für bessere Sicht und Erkennbarkeit sollten Scheiben, Wischer und Leuchten gereinigt und geprüft werden. Umweltgerecht handeln: Geeignete Waschorte nutzen, Mittel sparsam dosieren, Reste korrekt entsorgen.

Zu den ersten milden Tagen gehört für viele Autofahrer ein Frühjahrsputz des Wagens. Nach Monaten mit Nässe, Streusalz und Schmutz ist eine gründliche Reinigung mehr als nur Kosmetik: Sie pflegt die Substanz des Autos und kann die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Denn klare Scheiben, gut funktionierende Wischer, saubere Leuchten und ein trockener Innenraum wirken sich direkt auf Sicht, Erkennbarkeit und Bedienbarkeit aus. Wer dabei auf geeignete Waschorte und passende Reinigungsmittel achtet, verbindet Pflege mit Umweltschutz.

Innenraum reinigen

Der Start erfolgt im Innenraum: Fußmatten und Teppiche nehmen im Winter viel Feuchtigkeit auf – und damit auch Salz und Schmutz. Durch gründliches Saugen, das Entfernen von Rückständen und das Trocknen nasser Matten wird das Risiko für beschlagene Scheiben und unangenehme Gerüche gesenkt. Für Armaturen und Kunststoffflächen genügen häufig leicht angefeuchtete Mikrofasertücher. Aggressive Glanzsprays sind für eine sachgerechte Reinigung meist nicht nötig. In der Pollenzeit kann zudem ein Blick auf den Innenraumfilter sinnvoll sein, da ein verschmutzter Filter die Luftqualität mindert und beschlagene Scheiben begünstigt.

Außen reinigen

Außen empfiehlt sich ebenfalls ein systematisches Vorgehen. Eine Vorwäsche löst groben Schmutz und den typischen Winterfilm. Danach können Lack- und Glasflächen schonender gereinigt werden, da weniger Partikel über die Oberfläche gezogen werden. Wichtige Bereiche sind Radkästen und Felgen. Hier sammeln sich Bremsstaub und Salzreste, die das Material angreifen können. Auch Türfalze, Einstiege und Dichtungen verdienen Aufmerksamkeit, da sich dort Schmutz und Feuchtigkeit festsetzen. Eine sparsame Pflege der Gummidichtungen hält sie geschmeidig und reduziert Knarzgeräusche.

Scheiben, Spiegel und Beleuchtung besonders wichtig

Für die Verkehrssicherheit sind Scheiben, Spiegel und Beleuchtung besonders relevant. Streifenfreie Front- und Seitenscheiben verbessern den Durchblick, was besonders bei tief stehender Frühlingssonne wichtig ist. Achtung: Geputzt wird nicht nur außen, sondern auch innen. Denn in der Wintersaison läuft die Frontscheibenlüftung besonders häufig und es setzen sich feine Partikel auf dem Glas ab. Die Wischerblätter sollten gereinigt und bei Schlierenbildung ersetzt werden. Leuchten und Reflektoren müssen sauber sein, damit das Fahrzeug gut zu sehen ist. Ergänzend lohnt sich ein kurzer Technik-Check: Funktioniert die Scheibenwaschanlage? Ist ausreichend Reinigungsflüssigkeit vorhanden? Und sind Reifenprofil und -druck in einem sicheren Bereich? Solche Kontrollen entsprechen auch der Logik der Hauptuntersuchung, wie sie die GTÜ durchführt. Sauberkeit ersetzt zwar keine Prüfung, kann aber dabei helfen, Auffälligkeiten wie Beschädigungen, Korrosionsstellen oder undichte Bereiche frühzeitig zu erkennen.

Nachhaltigkeit bei der Fahrzeugreinigung

Nachhaltigkeit beginnt beim „Wie“ und „Wo“. Aus Gründen des Umweltschutzes ist eine Reinigung in der Waschstraße oder an einem dafür vorgesehenen Waschplatz besser als eine Reinigung am Straßenrand. Dort wird das Abwasser typischerweise kontrolliert abgeleitet und behandelt, sodass es nicht unkontrolliert in Boden und Gewässer gelangt. Bei Reinigungsmitteln gilt: Konzentrate und Nachfüllsysteme sparen Verpackungsmaterial und Transportvolumen. Entscheidend ist außerdem die Dosierung, denn zu viel Reiniger belastet das Abwasser und den Geldbeutel, ohne den Reinigungserfolg zu verbessern.

Zur Nachhaltigkeit gehört auch die Entsorgung. Reinigerreste, Polituren, Frostschutzmittel oder stark verschmutzte Tücher gehören weder in den Ausguss noch ins WC. Sie sollten gesammelt und entsprechend der örtlichen Vorgaben über den Wertstoffhof oder die Schadstoffsammlung entsorgt werden. Leere Gebinde lassen sich – je nach Material – in die vorgesehenen Wertstoffsysteme geben. So wird der Frühjahrsputz nicht nur gründlich, sondern auch verantwortungsbewusst.

Autor: Michael Teschke | Quelle und Foto: GTÜ